Flightradar24 App – Die kostenlose & Premium App im Test

Bei Flightradar24 handelt es sich um ein internetbasiertes Angebot. Auf dieser Seite können (fast) alle Flugzeuge, die sich über unseren Köpfen befinden, in Echtzeit verfolgt werden. Die Seite kann über den Browser aufgerufen werden, wobei für das Tablet und das Smartphone auch eine eigene App zur Verfügung steht. Doch wie funktioniert die App auf dem iPhone? Gibt es Unterschiede zwischen der App und der Browser-Version und lohnt sich die kostenpflichtige Vollversion der App tatsächlich? Natürlich gibt es die App aber nicht nur für iOS. Die Flightradar24-App kann auch mit Android-, Windows Phone- und Mac-Geräten genutzt werden.


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Was ist Flightradar24?

Flightradar24 ist die ideale Plattform für Flugfans. Auf der Seite können fast alle Flüge in Echtzeit verfolgt werden. Wird die Internetseite über den Browser aufgerufen, erhält der User eine Live-Ansicht. Hier bekommt er einen relativ guten Überblick, wie viele Maschinen gerade in den Wolken sind. Dabei fallen vor allem die unterschiedlichen Symbole auf, die in weiterer Folge den Typ der Maschine verraten. Des Weiteren können zahlreiche Einstellungen gewählt werden; Filterfunktionen helfen in weiterer Folge bei der gezielten Auswahl, wenn der User nach bestimmten Flügen oder Maschinen sucht. Die einzelnen Flüge können live verfolgt werden. Über die History kann der User auch die Flugrouten vergangener Flüge nachvollziehen.

Die kostenlose App

Entscheidet sich der User für die mobile Nutzung, stehen ihm verschiedene Wege zur Verfügung. So kann er die Seite auch über den Browser des Smartphones aufrufen. Nutzt der User ein iPhone, wird die Seite über den Browser Safari geöffnet. Jedoch wird dem User schnell klar, dass diese Variante nicht die beste Möglichkeit darstellt. Die Performance wird, selbst bei LTE oder im WLAN-Netzwerk, kaum überzeugend wahrgenommen. Die Ladezeiten sind lang oder fehlerhaft; es kommt in weiterer Folge zu einer Verzögerung beim Verschieben der Karte, es folgen immer wieder Hänger und schwarze Balken, die am unteren Bildrand die Werbeeinschaltungen präsentieren. All jene Faktoren stören den Verbraucher bei der Verfolgung der Flüge. Damit der User nicht sofort den Spaß verliert, sollte er sich also für die Flightradar24-App entscheiden. Die App kann entweder kostenlos genutzt oder als Premium-App (3,99 Euro) verwendet werden. Zu Beginn ist es ratsam, wenn sich der User die Gratis-App ansieht. Das Ergebnis ist aber ernüchternd. Da die kostenlose App über Werbeeinschaltungen finanziert wird, gibt es ständige Werbeeinblendungen, die extrem störend sind. Zudem gibt es nur wenige Funktionen, die auch genutzt werden können. Während am PC viele Funktionen zur Verfügung stehen, haben User nur dann einen Zugriff, wenn sie sich für die kostenpflichtige Variante entscheiden. Bei iTunes wird die kostenlose Version der App mit 2 Sternen bewertet. Gerechtfertigt. Die kostenlose Variante ist nur für Wenig-Nutzer empfehlenswert. All jene, die sich jedoch intensiv mit der Flugverfolgung auseinandersetzen, sollten sich für die Premium-App entscheiden.

Die Premium-Variante

Wer Flightradar24 öfter und auch mobil nutzen möchte, sollte sich daher für die Premium-App entscheiden. Die Premium-App wird, wie auch die kostenlose Version, ausschließlich mit englischer Menüführung zur Verfügung gestellt. Jedoch ist die Nutzung, auch bei rudimentären Sprachkenntnissen, problemlos möglich. Die Vollversion entspricht den Erwartungen – das Geld ist, wenn man ein Flugradar24-Fan ist, definitiv gut angelegt. Dem User stehen unterschiedliche Einstellungen zur Verfügung, die er zu Beginn überprüfen sollte. Das „Hamburger-Symbol“, das sich oben links befindet, führt den User in den Bereich der Einstellungen („Settings“). Hier können voreingestellte Maßeinheiten verändert werden, wobei der User auch einstellen kann, welche Flugzeuge auf der Karte angezeigt oder gekennzeichnet werden sollen. So kann sich der User für bestimmte Flugzeugtypen entscheiden oder sich für bestimmte Flughäfen entscheiden. Die unterschiedlichen Flugzeug-Größen und -Symbole sind aber nicht im Kaufpreis enthalten. Damit der User diese Daten ebenfalls bekommt, muss er in weiterer Folge 1,99 Euro bezahlen. Neben den Flugzeugtypen können auch die Flugnummern, die Routen und weitere Informationen angezeigt werden. Es können bis zu maximal vier Angaben erfolgen, wobei das Display des Smartphones in Wahrheit nur zwei Obergrenzen darstellen lässt. Die wohl wichtigste Einstellung ist die sogenannte „Never Sleep“-Funktion. Somit wird das selbstständige Ausschalten des Displays verhindert.

Wurden alle Einstellungen vorgefunden und angepasst, kann sich der User mit der Karte auseinandersetzen. Hier werden die Vorzüge der App erkennbar. Die Karte wird relativ schnell und zuverlässig angezeigt. Das Datenvolumen ist, trotz des umfangreichen Kartenmaterials, jedoch gering, sodass auch bei einer schlechteren Netzversorgung alle Flugzeuge präzise angeführt werden können. Wird ein bestimmtes Flugzeug ausgewählt, erhält der User die notwendigen Informationen. Die „Schlangenlinie“ verrät die Flugroute. Es gibt zudem auch die beliebte 3D-Ansicht aus dem Cockpit der Maschine. Dieses Feature eignet sich besonders gut, wenn der User eine gute und stabile Datenverbindung hat. Das „Fernglas-Symbol“, das sich oben rechts befindet, aktiviert die Kamera des Smartphones. In weiterer Folge können Flugzeuge in einem festgelegten Radius gesucht werden. Jene werden dann im Kamerabild angezeigt, wobei auch diverse Informationen übermittelt werden. So gibt es auch die Entfernung vom Standort bis zum gewählten Flugzeug. Der Vorteil ist, dass diese Features gut und schnell funktionieren.

Die Bedienung

Auch wenn die App nur in englischer Sprache zur Verfügung steht, ist die Bedienung doch recht simpel. Auch User, die sich bislang kaum mit den Flugzeugen beschäftigt haben, werden mit den englischen Begriffen wohl keine größeren Probleme haben. Die Einstellungen werden problemlos und schnell gefunden; des Weiteren kann der User die App nach seinen eigenen Bedürfnissen einstellen. Nutzt der User den Kartenmodus, kann er – wenn er auf das „Ortungs-Symbol“ am linkeren Bildrand klickt – auch auf den eigenen Standort springen, sofern die Einstellungen dieses Feature erlauben (muss bei den iPhone-Einstellungen vorgenommen werden). Jedoch gibt es bei der Bedienung einen Nachteil: Es gibt keine Plus-Taste für einen möglichen Kartenausschnitt. Auch wenn die Bedienung einfach ist, da der User nur doppelt mit dem Daumen tippen muss, damit er die Karte vergrößern kann, fehlt dieses jedoch Feature beim Verkleinern. Für diesen Vorgang muss er beide Hände benutzen.

Überzeugt die App tatsächlich?

Die längere Verwendung der App zeigt aber, dass es durchaus weitere Nachteile gibt, die berücksichtigt werden müssen. Der wohl größte Schwachpunkt der Flightradar24-App? Die Karte ist starr ausgerichtet und kann nicht verändert werden. Werden also an fremden Orten Flugzeuge verfolgt, muss sich der User erst einmal geographisch orientieren, sodass er sich nach dem Kompass richten muss oder im Vorfeld die Funktionen über die Kamerasuche am Himmel einstellt. Hier ist es ratsam, wenn sich die Kamera nach der Blickrichtung drehen würde. Des Weiteren können viele der metrischen Datenangaben gar nicht genutzt werden. Wird also über die Kamera gesucht, kann die Geschwindigkeit nur in Knoten und nicht in km/h angezeigt werden.

Störend ist mitunter auch, dass das Flugzeug, das in der Ansicht gefunden wurde, nicht direkt angeklickt werden kann. Der User muss sich also die Flugnummer und auch die Position merken, sodass er in weiterer Folge die Maschine auch in der Karte findet. Nur dann erhält er wesentliche Informationen zu dem Flug. Jedoch gibt es immer wieder erhebliche Abweichungen zwischen den realen und den auf der Karte angezeigten Positionen.

Das Fazit

Die Premium-App arbeitet flott, ist präzise und auch zuverlässig. Es gibt viele Funktionen, wobei die App vor allem durch die individuellen Einstellungen punktet. Auch wenn die Premium-App nicht zu 100 Prozent glänzt, ist sie dennoch das Geld wert, wenn der User gerne Flugzeuge verfolgt und dafür nicht immer seinen PC nutzen möchte.